Heizen mit Öl

Mehr als ein Drittel der deutschen Haushalte bevorzugt das Heizen mit Öl gegenüber dem Heizen mit Strom, obwohl der ständig steigende Preis dagegen spricht. Ein Vorteil von Heizöl ist, dass man im Bereich der Heizungstechnik im Laufe der letzten Jahre sehr viel Erfahrung gesammelt hat und die Auswahl an Ölheizungen sehr groß ist. Die Geräte sind erprobt und ein guter Servicebereich hat sich entwickelt.

Zu den umweltfreundlichen Brennstoffen gehört Heizöl nicht, da die CO2 Emissionen mit 0,26 Kg pro KW Brennstoffeinsatz immer noch höher sind als bei anderen. Die Richtlinien des Gesetzgebers schreiben eine Begrenzung des Schwefelgehaltes auf 0,1% ab 2008 fest, worauf auch die Mineralöl- Händler sich eingestellt haben und sogenanntes Heizöl EL schwefelarm bundesweit liefern können.

Entscheidet man sich für eine Ölheizung, benötigt man einen Lagerraum in Form eines Tanks, der entweder im Gebäude stehen kann oder unterirdisch im Freien. Dieser Platz entfällt beim Heizen mit Gas oder Heizen mit Erdwärme völlig.

Eine andere Art von schwefelfreiem Heizöl ist das Bioheizöl. Dieser Brennstoff besteht z.B. aus pflanzlichen Ölen und weist einen hohen Brennwert und niedrige Emissionswerte auf. Die zweite Generation des Bioheizöls, auch als BTL (Biomass to liquid) bezeichnet, kann beliebige Pflanzen vollständig verwerten. Für den breiten Markt ist dieser Brennstoff noch nicht verfügbar. Wer umweltfreundlichere Alternativen zum Heizen mit Öl sucht, sollte dann auf Erdgas oder Flüssiggas umsteigen.